Die Via Appia Antica in Rom: Katakomben & mehr!

Yannic
2. August 2019
35 Bewertungen

Draußen vor der Stadtmauer liegt die Via Appia Antica, die für die Römer vieles ist: antike Handelsstraße, Freilichtmuseum – und auch Naherholungsgebiet. Wer dem Trubel rund um Trevi Brunnen und Co entkommen, aber dennoch jede Menge sehen möchte, ist hier genau richtig. Auch, weil hier die großen Katakomben Roms zu besichtigen sind.

Geführte Radtour entlang der Via Appia Antica buchen

Geschichte der Via Appia Antica

Die Via Appia Antica wurde bereits im 3. Jahrhundert vor Christus erbaut. Über Jahrhunderte verband sie das Zentrum des Kaiserreichs mit der Küstenstadt Brindisi in Apulien im Süden Italiens. Von hier aus legten die Flotten nach Griechenland, Ägypten und in den Orient ab. So wurde die Via Appia im Laufe der Zeit auch zu einer wichtigen Handelsstraße. Mit über 4 Metern Breite und ihrer Basaltpflasterung war sie Vorbild für viele andere Prachtstraßen Roms.

Via Appia Antica Rom

Zudem breitete sich in Rom allmählich das Christentum aus. jedoch war es der Minderheit der Christen – ebenso wie den Juden – verboten, ihre Toten innerhalb der Stadtmauern zu begraben. So entstanden die ersten Katakomben entlang der Via Appia.  Mit dem Zerfall des Römischen Reichs ab dem 4. Jahrhundert verlor allerdings auch die Via Appia ihre Bedeutung und wurde immer mehr dem Verfall preisgegeben.

Die Via Appia blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück.

Mit dem Aufstieg der Kirche knapp 200 Jahre später änderte sich dies jedoch wieder. Gar wurden kleinere Ortschaften an der Via Appia gegründet, um für ihren Erhalt zu sorgen. So entstanden hier Burgen, Türme und Mühlen, aber auch Mausoleen. Mitte des 16. Jahrhunderts Begann unter Papst Gregor XIII. der Bau der neuen Via Appia, wodurch die alte Straße erneut – und endgültig – an Bedeutung verlor. Bereits im 17. Jahrhundert wurde die Via Appia Antica mit ihren zahlreichen Monumenten und Zeitzeugnissen aber zu einem beliebten Ziel für Bildungsreisende. So war sie – natürlich – auch eine Station auf Goethes Italienischer Reise.

Sehenswertes auf der Via Appia Antica

Aufgrund der bewegten Geschichte gibt es an der Via Appia Antica heute noch so einiges zu bestaunen. Zahlreiche Touristen strömen täglich von Zentrum rund um die Piazza Venezia hier hinaus vor die Stadtmauern.

Die Katakomben an der Via Appia

Katakomben Rom

Unter den über 60 erschlossenen Katakomben in Rom gibt es nur knapp eine Handvoll, die der Öffentlichkeit im Rahmen einer Führung frei zugänglich sind. Davon liegt der Großteil an der Via Appia:

  • die Calixtus-Katakomben – die wohl größten und bedeutsamsten Katakomben Roms
  • die Domitilla-Katakomben – bekannt für ihre unendlich langen Gänge
  • die Sebastian-Katakomben – über ihnen thront eine eindrucksvolle Basilika

Die Katakomben sind täglich außer sonntags geöffnet und frei zugänglich, der Eintritt kostet je rund 8 Euro (ermäßigt 5 Euro). Aus dem Stadtzentrum kommend erreicht ihr sie entweder mit den Buslinien 118 oder 218.

  • Noch mehr Infos zu den Katakomben und Hilfreiches zu eurem Besuch und der Anreise erfahrt ihr in unserem Artikel Die Katakomben von Rom.

Wer keine Lust hat, den Weg auf eigene Faust anzutreten, kann auch eines der zahlreichen Angebote buchen, die bereits im Stadtzentrum starten. Von einem zentralen Treffpunkt aus steuert ihr dann mit einem Reisebus die Katakomben am Stadtrand an, während euer Guide euch und der restlichen Gruppe schon während der Fahrt viele Infos gibt.

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Das Grabmal der Caecilia Metella

Mausoleum Caecilia Metella

Das Mausoleum der Caecilia Metella geht zurück auf die Zeit von Kaiser Augustus im 1. Jahrhundert vor Christus. Das Grabmal wurde für die Tochter eines renommierten Konsulars erbaut und als Familienmausoleum bis ins 2. Jahrhundert nach Christus genutzt. Aufgrund der strategisch günstigen Lage fiel das Bauwerk im Mittelalter an die Kirche; Papst Bonifatius VIII. vermachte es seiner Familie, die die Türme des Mausoleums in ihre Burg integrierten. Heute gehört der Bau zu den Museen Roms und kann besichtigt werden.

  • Öffnungszeiten: täglich ab 9.00 Uhr, schließt je nach Jahreszeit zwischen 16.30 Uhr und 19.15 Uhr
  • Eintrittspreise: 5 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro ermäßigt (Kombiticket mit Villa der Quintilier)

Die Villa der Quintilier

Villa dei Quintili Rom

Die Villa dei Quintili war die wohl prächtigste Privatresidenz außerhalb der Stadtmauern das antiken Roms. Sie wurde von den Gebrüdern Quintili erbaut, die Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus Konsule waren. Doch der Prunk war ihnen nicht gegönnt: Kaiser Commodus wollte den herrlichen Landsitz für sich selbst, und ließ beide Brüder umbringen. Er seit knapp 30 Jahren ist das Anwesen in staatlichem Besitz und kann besichtigt werden.

  • Öffnungszeiten: täglich ab 9.00 Uhr, schließt je nach Jahreszeit zwischen 16.30 Uhr und 19.15 Uhr
  • Eintrittspreise: 5 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro ermäßigt (Kombiticket mit Mausoleum der Caecilia Metella)

Die Via Appia Antica erkunden – zu Fuß und mit dem Fahrrad

Appia Antica Rom Fahrrad

Ab der herrlichen Basilika San Sebastiano beginnt der verkehrsberuhigte Teil der Via Appia Antica, der sowohl zu ausgedehnten Spaziergängen als auch Radtouren einlädt. Der Regionalpark der Via Appia Antica umfasst rund 3500 Hektar, die entdeckt werden können. Einen Radverleih findet ihr zum Beispiel am Parkbüro in direkter Nähe der Bushaltestelle Appia Antica/Domine Quo Vadis (Linien 118 und 218).

  • Unsere Empfehlung ist jedoch: Bucht euch eine geführte Tour mit dem E-Bike ab dem Stadtzentrum! Euer Guide führt euch gezielt du den schönsten und Sehenswertesten Spots der Appia Antica, kennt die Wege auswendig und weiß viel Spannendes zu berichten!

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Und nach dem besuch der Via Appia Antica?

Gladiatorenschule Rom

Ihr wollt noch mehr Außergewöhnliches erleben? Dann ist ein Training in der Gladiatorenschule von Rom genau das Richtige für euch! Auf spielerische Weise erfahrt ihr hier alles über die blutigen Wettkämpfe der Antike und lernt selbst, das Schwert zu schwingen. Wir haben die Schule für euch besucht und einen Erfahrungsbericht zum Gladiatorentraining geschrieben! 🙂

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