Die Sixtinische Kapelle in Rom: Welche Tickets sich wirklich lohnen

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Yannic
7. November 2019
33 Bewertungen

Michelangelos Fresken und Wandgemälde in der Sixtinischen Kapelle zählen zu den größten Kunstwerken der Geschichte. Millionen von Touristen verrenken sich jährlich ihre Hälse, um jedes Detail der Deckengemälde  in der privaten Kapelle des Papstes bestaunen zu können! Wir verraten euch, mit welchen Tickets ihr in die himmlischen Räumlichkeiten gelangt – und wie ihr sie fast alleine genießen könnt!

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Die Sixtinische Kapelle Rom: Hier findet ihr sie

Die Sixtinische Kapelle in Rom liegt im Herzen der Vatikanstadt und ist keine eigene Sehenswürdigkeit, sondern Bestandteil des Rundgangs durch die Vatikanischen Museen. Wie ein Besuch der Museen abläuft, und was es dort und überhaupt im Vatikan zu sehen gibt, lest ihr auch in unserem Artikel Der Vatikan in Rom.

Besichtigung Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle in Rom

Ein echtes Highlight für Rom-Besucher: Die vatikanischen Museen umfassen insgesamt 11 verschiedene Museen mit 5 Galerien verteilt auf über 1400 Ausstellungsräume. Unter den Ausstellungsstücken sind weltbekannte Werke wie der marmorne Apollo von Belvedere. Der unumstrittene Höhepunkt – und absolute Besuchermagnet – ist allerdings die Sixtinische Kapelle. Auf der offiziellen Seite der Vatikanischen Museen könnt ihr euch in einem 3D-Rundgang davon überzeugen, warum das so ist!

Das beste Ticket für die Sixtinische Kapelle in Rom

Die Beliebtheit der Vatikanischen Museen spiegelt sich natürlich auch in den Einlasszeiten wieder: Wer Geld sparen möchte und zum regulären Ticket für rund 16 Euro greift, wartet zur Hochsaison unter Umständen bis zu 3 Stunden in der prallen, italienischen Sonne. Alternativ könnt ihr ein Ticket ohne Anstehen oder gleich eine umfassende Führung buchen und somit den bevorzugten Einlass zur Sicherheitskontrolle nutzen. Dieser ist auch in vielen der City Pässe für Rom enthalten. Vergleichen lohnt sich also!

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Eine Führung hat dabei auch den Vorteil, dass ihr gemeinsam mit eurer Gruppe den Durchgang zum Petersdom nutzen könnt – und euch ein weiteres Anstehen an dessen Haupteingang erspart. Aber auch hierzu gibt es eine weitere Möglichkeit, wie wir euch ein bisschen weiter unten in unseren Insider-Tipps verraten. 😉 Unsere Empfehlung ist daher das Ticket ohne Anstehen. Es ist nur unwesentlich teurer als das reguläre Ticket, erspart euch aber bis zu 3 Stunden Wartezeit, die ihr zur Erkundung des Vatikans nutzen könnt.

Ticket ohne Anstehen für Vatikanische Museen & Sixtinische Kapelle


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  • Schnelleinlass
  • Besuch zur gewünschten Zeit
  • Audioguide
  • Dauer: ca. 2 Stunden
  • Preis: ab 28 Euro

Mit dem Ticket ohne Anstehen für die Vatikanischen Museen buchst du deine gewünschte Besuchszeit und nutzt zu dieser den Schnelleinlass ohne lästige Warteschlange. Dazu gibt es einen Audioguide, mit dem du die Museen mit der Sixtinischen Kapelle im eigenen Tempo erkunden kannst.

Mehr Infos

Öffnungszeiten der vatikanischen Museen mit Sixtinischer Kapelle

Generell öffnen die vatikanischen Museen täglich von montags bis samstags ihre Pforten, bleiben dafür jedoch sonntags geschlossen. Eine Ausnahme bildet der letzte Sonntag im Monat: An diesem Tag haben die Museen nicht nur geöffnet, sie können sogar kostenlos besucht werden. Wegen des wirklich riesigen Ansturms raten wir euch allerdings von dieser Variante ab.

Da hohe kirchliche Feiertage und Veranstaltungen im Vatikan stets Vorrang haben, sind die Öffnungszeiten zudem von zahlreichen Ausnahmen geprägt. Bevor ihr euren besuch also detailliert plant, werft einen Blick in den Kalender der vatikanischen Museen, der euch sofort Aufschluss gibt! 🙂

Die generellen Öffnungszeiten sind:

  • Montag bis Samstag: von 9.00 bis 18.00 Uhr, letzter Einlass um 16.00 Uhr
  • Sonntag: geschlossen
  • letzter Sonntag im Monat: von 9.00 bis 14.00 Uhr, letzter Einlass um 12.30 Uhr

Das solltet ihr beim Besuch der Sixtinischen Kapelle beachten

Habt ihr es bis zur Sixtinischen Kapelle geschafft, solltet ihr zwei grundsätzliche Verhaltensregeln beachten, damit euer Besuch reibungslos abläuft:

  • Zu freizügige Kleidung ist verboten: Wie auch für den Petersdom gilt in der Sixtinischen Kapelle ein vergleichsweise strenger Dresscode: Kurze Hosen und Röcke, die nicht die Knie bedecken, sind ebenso untersagt wie schulterfreie Oberteile. Letzteres lässt sich an heiße Tagen natürlich leicht vermeiden, indem man ein Shirt, einen Pulli oder einen Schal zum überlegen mitführt. Nehmt die Kleiderordnung in jedem Fall ernst: Seid ihr nicht angemessen gekleidet, werden die Ordner euch den Zugang verwehren.
  • Fotografieren und lautes Reden ist untersagt: In der Sixtinischen Kapelle kann es durchaus etwas voller werden – die Ordner sind jedoch stets aufmerksam und mahnen mit einem „Silenzio!“ zur Ruhe. Ihr könnt auch noch so unauffällig und unschuldig versuchen, ein Foto als Erinnerung zu knipsen – die Ordner werden es bemerken und euch darum bitten, das Bild zu löschen.

Wendeltreppe-Vatikan-sixtinische-Kapelle-Rom

Unsere Insider-Tipps für euren Besuch der Sixtinischen Kapelle

Um aus eurem Besuch in den vatikanischen Museen das maximale Erlebnis zu machen, können zwei Tipps Gold wert sein:

  • Früh da sein und die Abkürzung nehmen: Wer die Sixtinische Kapelle möglichst menschenleer erleben möchte, sollte pünktlich zu Öffnung der vatikanischen Museen vor Ort sein. In den Museen werdet ihr schell auf einen Wegweiser stoßen, an dem ihr euch entschieden müsst, ob ihr rechts- oder linksherum gehen wollt. Beide Wege führen zur Sixtinischen Kapelle – der linke jedoch nahezu ohne Umschweife. Lediglich einige wenige Highlights wie die Stanzen des Raffael liegen nun auf eurem Weg. Aber: Natürlich kennen auch schon andere Touristen diesen Kniff, dennoch ist es die beste Möglichkeit, den ganz großen Ansturm zu umgehen.
  • Den „geheimen“ Durchgang zum Petersdom nutzen: Zugegebenermaßen – der Durchgang von der Sixtinischen Kapelle zum Petersdom ist alles andere als geheim. Allerdings ist er lediglich für Gruppen und nich für Einzelpersonen zugänglich. Für diese ist lediglich der gegenüberliegende Ausgang (eine schmale Tür oberhalb einer kleinen Rampe) zu nutzen. Wenn ihr direkt aus den Museen hinaus in den Petersdom huschen wollt, handelt wie folgt: Beobachtet die Situation, die Guides mit ihren Fähnchen sammeln ihre Gruppe vor der Doppelflügeltür in der Ecke der Kapelle. Haltet euch unauffällig am Rande der Gruppe auf. Öffnen sich die Türen schließlich und die Gruppe strömt hindurch, hängt auch einfach selbstbewusst dran! Ihr landet direkt im Hof des Petersdoms und könnt links herum in ihn hinein gehen oder euch zur rechten für den Aufstieg zur Kuppel anstellen. Alleine sehen eure Chancen allerdings schlecht aus, die Ordner werden euch bitten, den regulären Ausgang zu nehmen. Aber Achtung: Nur der „echte“ Ausgang führt zur weltbekannten Doppelhelix-Wendeltreppe, einem der beliebtesten Fotomotive für viele Rom-Reisende!

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Zur Geschichte der Sixtinischen Kapelle

Erbaut wurde die Sixtinische Kapelle zwischen 1475 und 1483 unter Papst Sixtus IV. Sie sollte ein Ort werden, an dem sich der päpstliche Hof versammeln konnte. Die berühmten italienischen Renaissancemaler Botticelli, Ghirlandaio, Perugino, Pinturicchio, Rosselli und Signorelli übernahmen die künstlerische Gestaltung von Wänden und Decken der Kapelle. Erst 1508 wurde Michelangelo mit dem Deckenfresko beauftragt, das heute weltberühmt ist. Der junge Bildhauer war nicht begeistert, hatte aber einen Vertrag mit dem Vatikan und musste an den Werken arbeiten, die man ihm zuwies.

Sixtinische-Kapelle-Rom-Vatikan

Er arbeitete vier Jahre lang 18 Stunden an 7 Tagen der Woche und schuf ein 800 Quadratmeter großes Meisterwerk. Der bekannteste Teil ist bis heute „Die Schöpfung Adams“ in der Mitte der Decke. Erst über 20 Jahre später, zwischen 1536 und 1541, schuf Michelangelo „Das Jüngste Gericht“ an der Altarrückwand. Ein Werk, das aufgrund der zahlreichen, nackt dargestellten Männer für viele Kontroversen sorgte. Nach Michelangelos Tod wurde einer seiner ehemaligen Schüler mit der undankbaren Aufgabe betraut, über 30 männliche Abbilder mit einem Lendenschurz zu „zensieren“.

Das jüngste Gericht

Ende der 1970er Jahre begann man mit Renovierungsarbeiten der Kapelle, die bis Mitte der 1990er Jahre andauerten. Dabei kam zum Vorschein: Michelangelo verwendete außergewöhnlich strahlende und intensive Farben; zuvor war man aufgrund der trügenden Rußschichten von über 400 Jahren von etwas anderem ausgegangen. Außerdem wurde dabei nachgewiesen, dass er teilweise 20 Quadratmeter große Flächen an einem einzigen Tag malte.

Über den Autor
Yannic Stock
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