Das Kolosseum in Rom: Eintritt, Öffnungszeiten & mehr Infos!

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Yannic
2. Dezember 2019
28 Bewertungen

Das Kolosseum ist eines der bekanntesten Bauwerke der Welt und nicht umsonst eines der sieben Weltwunder der Neuzeit. Denn auch noch heute, fast 2000 Jahre nach der Erbauung, beeindrucken die Ruinen des antiken Amphitheaters die Besucher – und zwar über 5 Millionen pro Jahr!

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In unserem Artikel erfahrt ihr nicht nur alles Wissenswerte zur Geschichte des Kolosseum in Rom, sondern ihr bekommt auch alle wichtigen Infos für euren Besuch: von Öffnungszeiten und Eintrittspreisen bis hin zu den besten Besuchszeiten und weiteren, wertvollen Tipps.

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Hier findet ihr das Kolosseum in Rom

Das Kolosseum liegt unmittelbar am südöstlichen Rand des historischen Zentrums von Rom, direkt zu Füßen das Palatin Hügels. Hierher kommt ihr auch ganz bequem mit der Metro: Die Haltestelle „Colosseo“ liegt direkt vor der Tür.

Die Geschichte des Kolosseum: Ein Amphitheater für Rom

In den Provinzen der Antike waren Amphitheater zur Unterhaltung des Volkes gang und gäbe, nur Rom selbst verfügt lange Zeit über keines. Zwar wurde unter Kaiser Augustus eine provisorische Arena aus Holz errichtet, diese fiel jedoch dem großen Brand Roms im Jahr 64 n. Chr. zur Zeit Kaiser Neros zum Opfer.

Erst unter Neros Nachfolger Vespasian wurde mit dem Bau des steinernen Amphitheater Flavius begonnen, das wir heute als Kolosseum kennen. Bereits ein Jahr später wurde das imposante, wenn auch noch nicht ganz vollendete Bauwerk feierlich eröffnet. Der im wahrsten Sinne kolossale Bau wurde schon damals mit seiner Achsenlänge von 188 zu 155 Metern und einer Höhe von 54 Metern als Meisterwerk der Baukunst bezeichnet.

Rund 50.000 bis 60.000 Zuschauer fanden auf den Rängen der Arena Platz und verfolgten tobend und jubelnd die Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen. Der Eintritt für die Bürger Roms war stets umsonst, ebenso wie das Brot, das während der Spiele gereicht wurde. Ein schlauer Schachzug der Kaiser: Denn mit der Politik von „Brot und Spielen“ ist das Volk satt und gut gelaunt, und gibt es keine Aufstände.

Der ausgeklügelte Aufbau des Kolosseums mit den 80 verschiedenen Einlässen dient noch heute als Vorbild für den modernen Stadienbau.

Wenn ihr euch die Bilder anseht, werdet ihr euch sicherlich wundern, warum ihr im Herzen der Arena keinen Boden, sondern nur Mauern sehen könnt. Hierbei handelt es sich um ein ausgeklügeltes System aus Katakomben, auch Hypogäum genannt. Hier waren Verließe, Tierkäfige und Trainingsräume der Gladiatoren untergebracht.

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Der Boden der Arena bestand aus darüber platzierten Holzbohlen mit aufgeschüttetem Sand. Allerdings wurden die unterirdischen Gänge wahrscheinlich erst unter Kaiser Domitian angelegt. Denn Vespasian ließ den Hohlraum der Arena wohl gerne fluten, um hier regelmäßig Seeschlachten nachspielen zu lassen.

Im 4. Jahrhundert begann unter den ersten christlichen Kaisern der Niedergang des Kolosseums. Der letzte Wettkampf fand, und das auch nur unter großer Missbilligung, im Jahr 523 statt. Von da an war das Kolosseum dem Verfall preisgegebenen. Es diente als belagerte Wohnstätte, später auch als Steinbruch für neue Prachtbauten der Stadt. Seine heutige, archäologische Bedeutung erlangte es erst fast eineinhalb Jahrtausende später im 19. Jahrhundert.

Woher hat das Kolosseum seinen heutigen Namen?

Der Name „Amphitheatrum Colyseus“ wurde erstmals im Mittelalter überliefert. Man bezog sich dabei auf die ganz in der Nähe befindliche, von Nero aufgestellte Kolossalstatue aus Bronze, die es bereits vor Zeiten des Kolosseums gab. Zu Neros Zeit hatte sie ein Selbstbild des in Ungnade gefallenen Herrschers dargestellt, was seine Nachfolger natürlich nicht dulden konnten. So wurde die Statue später unter Kaiser Vespasian dem Sonnengott Helios geweiht.

Das Kolosseum in Rom besichtigen

Schon von außen betrachtet bietet das Kolosseum einen majestätischen Anblick. Die beste Sicht habt ihr dabei von der Via dei Fori Imperiali aus kommend. Denn nur hier aus der Westseite sind alle vier Etagen des Kolosseum noch erhalten und ihr bekommt ein Bild von der beeindruckenden Fassade.

Aber sicherlich wollt ihr das Must-see einer jeden Rom-Reise nicht nur von außen, sondern auch von innen besichtigen. Was es dabei zu beachten gibt, haben wir euch in den folgenden Absätzen zusammengefasst.

Öffnungszeiten des Kolosseum

Als beliebteste Sehenswürdigkeit von Rom ist das Kolosseum das ganze Jahr lang täglich geöffnet. Ausnahmen bilden lediglich der 25. Dezember und der 1. Januar. An allen anderen Tagen öffnet das Kolosseum  pünktlich um 8.30 Uhr seine Pforten.

Um das antike Gesamtbild zu erhalten, wurde weitestgehend auf die Installation von künstlicher Beleuchtung verzichtet. Das heißt, dass sich den die Schließungszeiten den Jahreszeiten und damit einhergehenden Lichtverhältnissen anpassen. Wir haben für euch zusammengetragen, wie lange ihr das Kolosseum jeweils besucht könnt:

  • 16. Februar bis 15. März: bis 17.00 Uhr
  • 16. März bis letzter Samstag im März (Umstellung auf Sommerzeit): bis 17.30 Uhr
  • Letzter Sonntag im März bis 31. August: bis 19.15 Uhr
  • 1. September bis 30. September: bis 19.00 Uhr
  • 1. Oktober bis letzter Samstag im Oktober (Umstellung auf Winterzeit): bis 18.30 Uhr
  • Letzter Sonntag im Oktober bis 15. Februar: bis 16.30 Uhr

Eintritt für das Kolosseum

Das positive vorweg: Der Eintritt für das Kolosseum ist ein 3-fach-Eintritt, mit dem ihr nicht nur das bekannte Amphitheater, sondern auch den direkt in der Nähe gelegenen Palatin Hügel sowie das Forum Romanum besichtigen könnt. Dabei gelten folgende Eintrittspreise:

  • Erwachsene: 12 Euro
  • EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren: 7,50 Euro
  • Jugendliche unter 18 Jahren: kostenlos!
  • Personen mit Behinderung (mit Begleitung aus einem EU-Land): beide kostenlos!

Mit dem Jahr 2019 gab es zahlreiche Neuerungen für den Einlass ins Kolosseum. Da es immer wieder Probleme aufgrund der Kapazität von maximal 3000 Besuchern zur gleichen Zeit gab, gilt für jedes Ticket nun ein festgelegter Zeitslot. Seid ihr mehr als 15 Minuten zu spät, verfällt euer Ticket.

Im wesentlichen heißt das: Noch mehr als zuvor empfehlen wir euch dringend, eure Tickets vorab zu buchen! Mit dem Gang an die Kasse spart ihr zwar ein paar Euro, im Gegenzug verliert ihr aber nicht nur Zeit, sondern im schlimmsten Fall sogar ganz die Möglichkeit, das Kolosseum en diesem eurem Wunschtag zu besichtigen. Denn sind alle Zeitslots für den Tag verkauft, könnt ihr nur Tickets für den kommenden Tag kaufen. Unter Umständen kann das schon zur frühen Mittagszeit der Fall sein.

Zudem steht ihr so gleich in zwei langen Schlangen: Denn für alle Besucher des Kolosseum ist der Gang durch die Sicherheitskontrolle obligatorisch. Auch der alte Trick, das Kombi-Ticket an den weitaus weniger frequentierten Kassen für das Forum Romanum und den Palatin Hügel zu kaufen, funktioniert verschiedenen Erfahrungsberichten nach leider nicht mehr!

Ticke für das Kolosseum im Voraus kaufen

Um schneller ins Kolosseum zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Mit einem Online-Ticket reserviert ihr bequem eure Zeit von zuhause aus und müsst nur pünktlich erscheinen und euch lediglich zur Sicherheitskontrolle anstellen. Anschließend (oder auch noch am darauf folgenden Tag) könnt ihr das Forum Romanum und den Palatin Hügel besuchen. Tipp: Stellt euch nicht gegenüber des Kolosseums an den Haupteingang für den Palatin Hügel, sondenr wählt einen der beiden Nebeneingänge!

Wollt ihr alle drei antiken Stätten mit professioneller Begleitung entdecken und Hintergrundinfos erhalten, ist eine umfassende Führung ohne Anstehen für Kolosseum, Forum Romanum und Palatin Hügel die richtige Wahl. Wollt ihr lediglich das Kolosseum besuchen, gibt es auch die Möglichkeit, günstigere Führungen ohne Eintritt zum Forum Romanum und Palatin Hügel zu buchen.

Eintritt für das Kolosseum mit Rom City Pässen

Solltet ihr euch vor eurer Abreise bereits dazu entschieden haben, einen der verschiedenen City Pässe für Rom zu nutzen, könnt ihr euch freuen: Denn egal ob Rome Sightseeing Pass, Roma Pass, OMNIA-Pass oder Rome City Pass – in allen ist der Eintritt ohne bzw. mit weniger Anstehen  für das Kolosseum enthalten!

Je nach Pass könnt ihr den Gruppeneingang nutzen oder erhaltet Zutritt über einen komplett separaten Zugang. Ein wenig Wartezeit solltet ihr dennoch einplanen, denn eine Sicherheitskontrolle müsst ihr bei egal welcher Variante dennoch passieren. Auch hier müsst ihr bei oder nach der Buchung bereits den gewünschten Zeitpunkt für euren besuch wählen.

Wartezeiten am Kolosseum und die beste Besuchszeit

Wie bereits erwähnt, können die Wartezeiten am Kolosseum besonders in der Hochsaison sehr lange sein. Dass ihr ohne Vorab-Ticket insgesamt zwei bis drei Stunden anstehen müsst, ist keine Seltenheit. Das liegt schlichtweg daran, dass nicht mehr als 3000 Personen gleichzeitig das Kolosseum betreten dürfen. Ist diese Zahl erreicht, dürfen erst Besucher nachrücken, sobald andere das Kolosseum verlassen. Aber auch wenn weniger los ist, sorgen die ausgiebigen Sicherheitskontrollen oft für Verzögerungen.

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Geht es um die Frage, welche die beste Zeit für eine Besichtigung des Kolosseums ist, gibt es keine eindeutige Antwort. Generell gelten jedoch folgende Faustregeln:

  • Die beste Uhrzeit für einen Besuch im Kolosseum gibt es nicht. Lässt sich bei anderen Attraktionen der frühe Morgen empfehlen, so ist das am Kolloseum nicht der Fall – denn zu dieser zeit schlagen die großen Reisegruppen auf und „verstopfen“ die Sicherheitskontrollen. Am späten Nachmittag sind die Gruppen zwar abgereist, hier müsst ihr jedoch genau die Öffnungszeiten im Auge behalten.
  • Der beste Wochentag für eine Erkundungstour durch das Kolosseum ist einer der mittleren Wochentage, sprich Dienstag, Mittwoch oder Freitag. Der Grund ist simpel: Rom ist ein beliebtes Wochenend-Reiseziel, und die meisten Besucher verlängern ihren Aufenthalt dabei um Freitag oder Montag. Mitte der Woche sind die Attraktionen dementsprechend deutlich leerer!
  • Die beste Jahreszeit für eine Besichtigung des Kolosseums sind die Wintermonate. Wirklich kalt ist es im Winter in Rom nicht, dennoch sind deutlich weniger Touristen unterwegs und die Warteschlangen wesentlich kürzer. Der Dezember, und vor allem die Weihnachtsfeiertage, sind in einer christlich geprägten Stadt wie Rom natürlich davon ausgenommen.

Sicherheitskontrollen am Kolosseum

Wie auch am Vatikan gibt es am Kolosseum mittlerweile umfassende Sicherheitskontrollen, die auch ein Grund für die langen Wartezeiten sind. Wie am Flughafen auch müsst ihr eure Jacken, Taschen und elektronischen Gegenstände zum Durchleuchten auf ein Band legen und anschließend selbst einen Metalldetektor passieren.

Normale Tagesrucksäcke dürft ihr bei eurem Besuch im Kolosseum mitnehmen, große Wanderrucksäcke öde Rollkoffer sind jedoch verboten. Glasflaschen müssen an der Sicherheitskontrolle entsorgt werden – packt also besser eine Plastikflasche ein. Diese müsst ihr zwar auch leeren, ihr könnt sie aber nach der Kontrolle an einem Trinkwasserbrunnen wieder auffüllen.

Mit Bus, Bahn oder zu Fuß: So kommt ihr zum Kolosseum

Das Kolosseum ist natürlich gut an das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in Rom angeschlossen. Neben der Haltestelle „Colosseo“ der Metro-Linie B erreicht ihr das Monument auch über diverse Bus- und Tram-Linien. Seid ihr im historischen Zentrum unterwegs, ist auch die Anreise zu Fuß zum Kolosseum kein Problem. Von der Spanischen Treppe oder dem Pantheon aus sind es beispielsweise je ca. 20 bis 30 Minuten zu Fuß.

FAQ’s zum Kolosseum in Rom

  • Lohnt es sich, Ticket für das Kolosseum vorab online zu kaufen?
    Es lohnt sich nicht nur, wir empfehlen es sogar unbedingt. Die Wartezeiten am Kolosseum sind immer lang, in der Hochsaison im Sommer ganz besonders. Kommt dann noch die große Hitze dazu, ist die Urlaubslaune nach dreistündigem Schlange stehen schnell dahin. Schont also eure Nerven und spart Zeit, indem ihr die Tickets online bucht.
  • Kann man auch das Hypogäum im Kolosseum besichtigen?
    Das ehemals unterirdische Hypogäum im Kolosseum ist auch für Besucher zugänglich, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Bucht ihr eine geführte Tour, ist ein Abstecher in die ehemaligen Verließe in der Regel enthalten. Besucher mit normalen Tickets haben die Möglichkeit, täglich um 13.40 Uhr an einer kostenlosen Führung teilzunehmen. Die Plätze sind jedoch begrenzt und eine Reservierung vorab empfehlenswert.

Tickets Führung Kolosseum & Hypogäum auf Englisch

  • Ist das Kolosseum behindertengerecht?
    Ja, das Kolosseum kann auch von Menschen im Rollstuhl oder mit Gehbehinderung besucht und erkundet werden. Der Eingang ist ebenerdig und um in die oberen Etagen zu gelangen, wurde ein Lift installiert. Bei der Nutzung hilft das Personal am Kartenschalter. Zudem ist der Eintritt für behinderte Personen inklusive einer Begleitperson kostenlos (für die Begleitperson nur, wenn sie aus der EU stammt).
  • Gibt es im Kolosseum Toiletten?
    Ja, die gibt es – und zwar gleich hinter dem Eingang bzw. den Kassen. Die Toiletten sind gut ausgeschildert, allerdings müsst ihr euch nach der Schlange vorm Eingang auch hier nochmals auf ein paar Minuten Wartezeit einstellen.
  • Was ist sonst zu beachten?
    Denkt unbedingt daran, ausreichend zu trinken dabei zu haben. Zwar dürft ihr keine vollen Flaschen mit ins Kolosseum nehmen, aber die langen Wartezeiten können gerade in der Mittagshitze extrem unangenehm werden, wenn ihr auf dem Trockenen sitzt. Außerdem heißt es auch im dichten Gedränge am Kolosseum: Passt auf eure Sachen auf. Zwar hat die Stadt Rom die Polizeipräsenz am Kolosseum erheblich erhöht, viele Taschendiebe schreckt das dennoch nicht ab. Tragt deswegen keine Wertsachen im Rucksack auf dem Rücken oder in euren hinteren Hosentaschen!
Über den Autor
Yannic

Wohl keine Stadt der Welt wartet mit einer derart reichen Geschichte auf wie Rom: Wer einmal hier war und das einzigartige, historische Flair gepaart mit der italienischen Leichtigkeit erlebt hat, will unbedingt wieder kommen – so wie ich. Gerne möchte ich mit meinen Tipps und Empfehlungen dafür sorgen, dass auch eure (erste) Rom-Reise unvergesslich wird.

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