Die Piazza del Popolo in Rom

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Yannic
27. August 2019
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Die Piazza del Popolo ist einer der ältesten Plätze Roms. Bereits in der Antike stellte er für aus dem Norden kommende Besucher das Eingangstor zur Stadt dar. Heute ist die Piazza ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Warum auch ihr hier vorbeischauen solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel! 

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Geschichte der Piazza del Popolo

Bereits in der Antike kamen Reisende aus dem Norden über die Handelsstraße Via Flaminia durch das Tor in der Aureleanischen Stadtmauer direkt auf den heutigen Piazza del Popolo. Zur Herkunft das Namens gibt es dabei zwei Überlieferungen. Demnach bezieht sich „Popolo“ entweder auf das Volk, mit dessen Steuergeldern der Platz erbaut wurde, oder auf die Pappeln, die hier einst standen.

Porta del Popolo

Noch heute finden sich in an der Nordseite des Platzes Überreste der antiken Stadtmauer. Das prächtige Tor Porta del Polo stammt allerdings erst aus dem Jahr 1562. Es wurde auf Geheiß von Papst Pius IV. erbaut, um nach Rom reisende Pilger bei ihrer Ankunft in der Stadt zu beeindrucken. Später wurde es durch Bernini mit zahlreichen Malereien verziert.

Mit dem imposanten Porta del Popolo wollte der Papst ankommende Pilger beeindrucken!

Für die heutige Form des Platzes zeichnet der Architekt Giuseppe Valadier verantwortlich. Im frühen 19. Jahrhundert wurden unter seiner Regie nicht nur die Brunnen am Platz, sondern auch die Aufgänge zur Terraza del Pincio gestaltet.

Sehenswürdigkeiten an der Piazza del Popolo

Damit ihr im Trubel auf der Piazza del Popolo kein Highlight verpasst, haben wir auch hier alle sehenswerten Spots zusammen gefasst:

Der Obelisk

Obelisk am Piazza del Popolo

Der über 23 Meter hohe Obelisk im Zentrum der Piazza del Popolo ist keine Replik, sondern ein originales Bauwerk aus Ägypten. Er stammt schätzungsweise aus dem 10. Jahrhundert vor Christus und wurde in der Antike unter Kaiser Augustus als „Eroberung“ nach Rom gebracht. Fast 1500 Jahre stand er am Circus Maximus, bis er unter der Regie von Papst Sixtus V. zur Piazza del Popolo versetzt wurde.

Die Zwillingskirchen

Links und rechts der Via del Corso, einer der wichtigsten Flaniermeilen der Stadt, stehen die Zwillingskirchen Santa Maria in Monte Santo und Santa Maria dei Miracoli. Beide wurden im 17. Jahrhundert nach den Plänen von Carlo Rainaldi geschaffen.

Zwillingskirchen am Piazza del Popolo

Auf den ersten Blick sehen die Kirchen identisch aus. Tatsächlich ist eine der beiden Kirchen wesentlich größer als die andere. Erst beim Betrachten von Luftansichten stellen Laien fest, dass die kleinere Santa Maria dei Miracoli über eine runde, die größere Santa Maria Monsanto hingegen über eine elliptisch geformte Kuppel verfügt!

Santa Maria del Popolo

Santa-Maria-del-Popolo-Rom

Wirklich sehenswert ist aber eine weitere, zunächst unscheinbare Kirche am Platz: die aus dem Jahr 1472 stammende Santa Maria del Popolo. Hier können Besucher nicht nur einige Werke Caravaggios, sondern auch eine von Raffael gestaltete Kapelle bestaunen.

Terraza del Pincio

Blick von der Terraza del Pincio

Den Blick von der hoch über dem Platz gelegenen Terraza del Pincio solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Von hier aus lässt sich das bunte Treiben auf der Piazza am besten beobachten. Da die Terrasse nach Westen hin ausgerichtet ist ist sie auch ein toller Platz, um den Sonnenuntergang über der Stadt zu genießen!

Ganz in der Nähe der Piazza del Popolo

Viele weitere Sehenswürdigkeiten in Rom liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Piazza del Popolo. So dient die Terraza del Pincio als direkte Verbindung zum schönen Park Villa Borghese, in welchem ihr mit der Galleria Borghese auch eines der beliebtesten Museen der Stadt findet! Aber auch die Spanische Treppe oder die Villa Medici erreicht ihr in wenigen Gehminuten.

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