Seit beinahe 2000 Jahren thront die Engelsburg majestätisch am Ufer des Tiber.  Ihre heutige Form erhielt sie jedoch erst im Laufe der Jahrhunderte – denn die Festung blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Wir nehmen euch mit auf eine Zeitreise und geben euch alle Infos für euren Besuch!

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Die Geschichte der Engelsburg Rom

Erbaut wurde die Engelsburg bereits zu Beginn des zweiten Jahrhunderts – als Mausoleum. Kaiser Hadrian wünschte sich eine imposante, letzte Ruhestätte für sich, seine Gemahlin und seine Nachfolger. Daher rührt auch der ursprüngliche Name des Baus: Hadrianeum. Gleichzeitig begann der Bau der Pons Aelius (heute schlicht Engelsbrücke), welche die Ruhestätte über den Tiber hinweg mit dem Marsfeld verbinden sollte. Im Jahr 139 nach Christus, ein Jahr nach Hadrians Tod, wurde das Mausoleum fertig gestellt. Bereits zu Beginn des 3. Jahrhunderts jedoch wurde mit Caracalla der letzte römische Kaiser hier begraben.

Ursprünglich war die Engelsburg ein Mausoleum – später aber auch Festung, Gefängnis und sogar Residenz des Papstes.

In den folgenden Jahren wurde das Mausoleum in die Aurelianische Stadtmauer integriert und verwandelte sich immer mehr in eine Festung. Wegen der strategisch günstigen Lage diente die Burg auch eine Weile als solche, bevor hier im 6. Jahrhundert ein Gefängnis eingerichtet wurde. Im 10. Jahrhundert kam schließlich die Kirche in den Besitz der Engelsburg. Sie diente als Papstresidenz und Zufluchtsort im Krisenfall. Im Jahr 1277 wurde ein 800 Meter langer Verbindungsgang zum nahegelegenen Vatikan geschaffen. Die Nutzung durch die Kirche dauerte bis in das 19. Jahrhundert an, bis das Militär schließlich die Burg übernahm und nach kurzer Nutzung der Öffentlichkeit zugänglich machte. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Engelsburg als Museum zu besichtigen.

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Wie die Engelsburg in Rom zu ihrem Namen kam

Im Jahr 590 wütete  die Pest in Rom und forderte zahlreiche Menschenleben. Der Legende nach soll Papst Gregor I. für die Erlösung der Stadt von der Seuche gebetet haben, als ihm – direkt über dem Hadrianeum – der Erzengel Michael erschien und das Ende der Pest verkündete. Da die Seuche tatsächlich abklang, bekam die Engelsburg ihren heutigen Namen. Eine Statue Michaels wurde allerdings erst im Jahr 1577, fast 1000 Jahren später, auf dem Dach das Kastells errichtet.

Das könnt ihr in der Engelsburg sehen

Spätestens seit Dan Browns Bestseller „Illuminati“ und der Verfilmung mit Tom Hanks in der Hauptrolle ist die Engelsburg auch denjenigen bekannt, die sich nicht mit Sighseeing in Rom auseinander setzen. In „Illuminati“ ist die Burg der Sitz des Geheimbundes. Gar nicht mal so abwegig: Denn sie ist ein riesiges Konstrukt mit einem schier endlosen Labyrinth aus Gängen, Räumen und Treppen. Dementsprechend gibt es hier einiges zu sehen, und ihr solltet euch in jedem Fall mindestens 2 bis 3 Stunden Zeit zur ausgiebigen Erkundung nehmen.

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Der reguläre Eintritt für die Engelsburg beinhaltet das umfassende Museum auf mehrere Etagen, das sich auf über 50 Säle verteilt. Es dokumentiert auf unterschiedlichste Weise die Geschichte. So umfasst es neben den regulären Ausstellungsräumen mit zahlreichen Exponaten auch die ehemaligen Papstgemächer mit ihren beeindruckenden Fresken sowie die einstigen Kerkerräume. Hier waren während der Inquisition einige historische Persönlichkeiten inhaftiert, darunter auch Galileo Galilei.

Nur mit Führung: Geheimgang und Mausoleum in der Engelsburg Rom

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Natürlich könnt ihr euch auch ein Bild vom ursprünglichen Mausoleum Hadrians und vom sagenumwobenen Geheimgang der Päpste machen. Dieser ist nicht etwa unterirdisch, wie es in „Illuminati“ dargestellt wird, sondern er führt schlicht im innern einer Mauer entlang (mittig im Bild zu sehen). Diese Bereiche nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Dafür gibt es gute Angebote, die sowohl das Mausoleum und den Geheimgang als auch eine Führung durch das Museum und sogar Abstecher zur Engelsbrücke und zum Petersplatz enthalten – ein Rundum-sorglos-Paket quasi!

Eintritt, Wartezeiten & Öffnungszeiten für die Engelsburg Rom

Der Eintritt für die Engelsburg kostet rund 15 Euro, EU-Bürger unter 25 Jahren zahlen die Hälfte. Vor allem zur Hochsaison empfiehlt sich jedoch auch hier die Investition in ein Skip-the-Line-Ticket, da das warten in der sommerlichen Hitze Roms sehr unangenehm werden kann. In den City-Pässen ist der (kostenlose) Eintritt ohne Wartezeiten ebenfalls enthalten. Aber ganz egal welches Ticket ihr besitzt: Die tolle, kostenlose App, die euch durch die Ausstellungen führt, könnt ihr dank freiem WLAN in jedem Fall nutzen!

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Öffnungszeiten:

  • täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr
  • geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar

Wie ihr am besten zur Engelsburg kommt

Wie alle großen Sehenswürdigkeiten Roms liegt auch die Engelsburg sehr zentral und lässt sich prima zu Fuß erreichen. Sie liegt auf der „anderen“ Seite des Tibers, nur wenige Schritte vom Vatikan entfernt und lässt sich gut mit einem Besuch ebendort verbinden. Vom Stadtzentrum aus kommend könnt ihr über die Engelsbrücke direkt auf das imposante Bauwerk zuschreiten. Wählt ihr doch die öffentlichen Verkehrsmittel, so bieten sich aus der Innenstadt kommend am ehesten die Buse 46 und 64 bis zur Haltestelle Santo Spirito an. Mit der Metro wählt ihr die Haltestelle Ottoviano ganz in der Nähe des Petersplatz.

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