Campo de Fiori: Der bekannteste Markt in Rom

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Yannic
7. November 2019
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Blumen, Gewürze, diverse Spezialitäten und Souvenirs – all das findet ihr bei eine Spaziergang über den Campo de Fioiri. Der Marktplatz unweit der Piazza Navona zählt zu den beliebtesten der Stadt. Hier versorgen sich Touristen wie Römer gleichermaßen mit den Produkten ihrer Wahl – und das bereits seit 1869. Warum sich ein Besuch des Platzes auch nach den Marktzeiten lohnt, erfahrt ihr in diesem Artikel!

An sechs Tagen der Woche herrscht auf dem Campo de Fiori buntes Treiben. Denn außer am Sonntag wird hier jeden Tag einer der größten Märkte Roms abgehalten. Vom Morgen bis zum frühen Nachmittag habt ihr dann Gelegenheit, euch mit Handwerkswaren oder italienischen Spezialitäten einzudecken – oder das Geschehen aus einem der gemütlichen (und gar nicht teuren!) Cafés zu beobachten.

Auf und rund um den Campo de Fiori

Sucht ihr nach einem passenden Souvenir, folgt eurem Gefühl – oder den Einheimischen. Unter den Händlern hier gibt es mittlerweile auch einige schwarze Schafe, die mit „homemade“ oder „made in Italy“ werben,  aber billige Industrieware zu überhöhten Preisen verkaufen. Ignoriert also die Stände mit großflächigen Plakaten und folgt lieber der römischen Nonna zum Stand ihrer Wahl. 😉

Campo de Fiori

Besucht ihr den Campo de Fiori, werdet ihr zudem schnell einen merklichen Unterschied zu den anderen, großen Plätzen der Stadt wie der Piazza Navona feststellen. Denn der Platz ist ganz natürlich und urban gewachsen, ohne die üblichen Prachtbauten, dafür mit authentischen italienischen Stadtpalästen und ihrem etwas maroden Charme. Der Name – übersetzt Blumenfeld – lässt auch erahnen, dass das Land für diesen Teil der Stadt lange unerschlossen blieb.

Campo de Fiori bedeutet übersetzt ‚Blumenfeld‘ – ein Hinweis darauf, wie spät dieser Teil der Stadt erschlossen wurde.

Seine heutige Bedeutung erlangte der Platz erst, als der Markt auf der nahe gelegenen Piazza Navona hierher ausgesiedelt wurde. Für Fans von Kunsthandwerk lohnt sich zudem ein Blick in die Seitengassen des Campo de Fiori. Die traditionsreichen Gassen sind nach den Handwerkern benannt, die früher hier zu finden waren. Heute könnt ihr in kleinen, authentischen Läden stöbern und kaufen.

Die Statue von Giordano Bruno

Im 16. Jahrhundert war der Platz noch für ganz andere Dinge berühmt berichtigt: Denn hier fanden Hinrichtungen auf dem Scheiterhaufen statt. Eines der Opfer war der Priester, Dichter, Philosoph und Astronom Giordano Bruno, der im Jahr 1600 auf dem Campo de Fiori als Ketzer verbrannt wurde.

Die Statue zu seinen Gedenken wurde bereits 1889 gegen den Willen des damaligen papstes im Herzen des Campo de Fiori aufgestellt. Erst im Jahr 2000 schließlich erklärte Papst Johannes Paul II. die Hinrichtung Brunos für Unrecht.

Abends auf dem Campo de Fiori

Besonders an warmen Tagen ist der Platz aber abends genauso belebt wie zur Marktzeit am Vormittag. Die zahlreichen Restaurants stellen Tische auf dem Platz auf und Pflastern ihn mit einem Meer aus rotweiß karierten Tischdecken. Und wie bereits oben erwähnt bleiben die Preise dabei in Anbetracht der Tatsache, dass wir von einem der beliebtesten Plätze der Stadt reden, ziemlich moderat.

Seht aber unbedingt davon ab, den Platz zwischen 14 und 18 Uhr zu besuchen. Dann ist hier nämlich die Stadtreinigung tätig um die Überbleibsel des Martkmorgens zu entfernen. Die Kehrfahrzeuge fahren auf und ab und spülen dabei auch kräftig mit Wasser nach.

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Yannic Stock
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